Gemeinsam Spiel gestalten
Geschichte und Antrieb
Der Arbeitskreis entstand 2024 aus einem Impuls beim Play_Forward Festival in Göttingen und war anfangs stark lokal verankert. Seitdem ist unsere Gruppe gewachsen und unsere Treffen finden online statt. Die Menschen aus unserer Gruppe sind inzwischen über verschiedene Orte in ganz Deutschland verteilt.
Unsere ursprünglichen Fokusthemen waren (Post-)Kolonialismus und Imperialismus. Über die Darstellung dieser Themen in Spielen haben wir uns zusammengefunden. Inzwischen haben wir verschiedene Angebote nicht nur dazu, sondern beschäftigen uns generell mit macht- und diskriminierungskritischen Themen.
Diese Themen tauchen in vielen Spielen, analog wie digital, auf. Das sind Muster, mit denen wir als Spielende oft unbewusst und selbstverständlich interagieren, die wir aber auch hinterfragen sollten. Wer macht überhaupt Spiele? Wie werden einzelne Gruppen unserer Gesellschaft in Spielen dargestellt und repräsentiert? Wer wird im Spiel zu Gegnern gemacht?
Unser Antrieb ist es, den Diskurs über kritische Themen zugänglicher zu machen, der meist nur in der Fachwelt/Forschung stattfindet. Wir wollen Aufklärung leisten und kritisches Denken fördern, damit die fortwirkenden Machtverhältnisse in Spielen besser verstanden und thematisieren werden können.
Wir lieben Spiel. Deshalb wollen wir genau hier aufmerksam und involviert sein.
Was machen wir?
Als Arbeitskreis Kritisches Gaming beschäftigen uns weiterhin Spiele, digital und analog, aus macht- und diskriminierungskritischer Perspektive. Wir sind zusammengesetzt aus Menschen mit großer Leidenschaft für alle Arten analoger Spiele, Pen & Paper, Konsolen und verschiedenste Ausprägungen von Videospielen. So vielfältig die Spielweisen sind, so vielfältig sind auch inzwischen die Themen geworden die uns beschäften.
In unseren Lesekreisen betrachten wir mit Hilfe von Textausschnitten, Podcasts und anderen Quellen mit Spielinhalten, Spielpraktiken und den Bedingungen ihrer Entstehung. Bisherige Schwerpunkte waren z.B. Klassismus, Technoableismus, koloniale Mechaniken und Narrative (z. B. Grabraub- und Eroberungsszenarien) oder auch Rechtsextremismus, dabei finden wir unseren Weg oft wieder zurück zu unseren Ursprungsfragen rund um Kolonialismus und Imperialismus.
Daneben setzen wir Termine an für offenen Austausch zu aktuellen Spielehighlights, News aus der Branche, weiterführenden Fragen aus unseren Lesekreis-Themen oder spielen etwas gemeinsam. Unser Ziel ist es, Bewusstsein zu schaffen, kritische Fragen an uns selbst und andere zu stellen und Räume für Austausch und Reflexion zu bieten, ohne Spiele pauschal abzuwerten. Denn ganz wichtig: Wir lieben Spiel. Und genau deshalb wollen wir genau hier aufmerksam und involviert sein.
Unser Team
Lisa (sie/ihr)
Hi, ich bin Lisa und habe Geschichte und Kulturwissenschaften studiert. Immer mehr versuche ich mich selber in der Spieleentwicklung und arbeite nebenbei als Illustratorin.
Zu meinen liebsten Genre gehören acheologische Action Adventures alla. Tomb Raider, leider ist an dem Genre viel berechtigterweise zu kritisieren.
Tobias (er/ihm)
Hi, ich bin Tobias und schon mein Leben lang begeisterter Spieler. Als Elternteil ist es mir wichtig ein Vorbild zu sein und meine Kinder für einen kritischen Umgang mit diesem tollen Kulturgut zu sensibilisieren.
Da inzwischen die Zeit zum Spielen knapp ist, spiele ich besonders gerne Actionspiele mit Storyfokus, wie zB The Last Of Us. Gerne auch im Storymode. ;)
Momo (-)
Ich bin Momo und arbeite als Teil des Kollektivs stuhlkreis_revolte
freiberuflich im Bereich Moderation,
Prozessbegleitung und politische
Bildung. Spiel(kultur) zieht sich als wichtiger Teil durch alle Bereiche
meines Lebens.
Games die ich gerne nochmal zum
allerersten Mal spielen würde sind Outer Wilds, Citizen Sleeper, Majora's Mask und Baldurs Gate 3.
Mehr zu mir findest du auf meiner Website.
Matthew (er/ihm)
Mein Name ist Matthew (er / ihm) und ich arbeite freiberuflich als Pädagoge für Schlagzeug und Klavier Daher interessiert mich vor allem die Computerspielmusik. Seit meiner Kindheit begeistere ich mich für digitale Spiele. Doch erst seit ein paar Jahren befasse ich mich auch mit kritischen Perspektiven auf Spiele.
Mehr zu mir findest du auf meiner Website
Janina (sie/ihr)
Hey! Ich bin Janina (sie/ihr) und studiere im Master „English: Language, Literatures and Cultures“. Für meine Bachelorarbeit habe ich mich in die Game Studies begeben und mich erstmals mit dem Thema Kolonialismusdarstellung in Videospielen beschäftigt. Da ich seit meiner Kindheit gerne Videospiele, oft auch mit historischen Settings, spiele, finde ich das Thema spannend und sehe eine Notwendigkeit, darüber zu sprechen. Denn koloniale Motive finden sich (unbewusst) in Spielen wie auch sonst in unserem Alltag und sollten kritisch hinterfragt und diskutiert werden. Gleichzeitig sehe ich in Videospielen auch ein riesiges Potential dafür, uns durch unsere Interaktion mit ihnen zur Reflexion über diese Motive anzuregen.
Leon (er/ihm)
Hier folgt in Kürze eine Vorstellung

Komm' dazu!
Besuche uns auf Discord, Bluesky, Instagram oder schreib' uns eine Mail an kritischesgaming@gmail.com. Wir freuen uns immer über neue Personen, die Lust haben, bei Treffen dabei zu sein, oder
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